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Stellungnahme Wirtschaftsplan Stadtwerke 2016

Sehr geehrte Herr Bürgermeister Frey,

sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

verehrte Gäste,

so eben wurde von schwierigen Zeiten für den städtischen Haushalt gesprochen.

Nun möchte ich zum Wirtschaftsplan der Stadtwerke für das Jahr 2016 kommen, der

zum Glück von weniger gravierenden Vorkommnissen geprägt ist.

Trotzdem werden wir laut Plan auch 2016 mit einem Fehlbetrag abschließen, wenn

auch nur mit einem sehr geringen. Aber lassen Sie mich zunächst kurz einen Blick

auf die verschiedenen Sparten werfen.

Unser kleines Sorgenkind, die Sparte Strom soll im kommenden Jahr positiv

abschließen. Nach einigen Verschlechterungen in diesem Bereich, hoffen wir

wirklich, dass hier der Plan eingehalten wird. Die Einführung dieses Bereichs hat sich

leider bis dato nicht rentiert. Auch in Zukunft wird es schwierig werden sich an

diesem Markt zu etablieren. Der Preiskampf am Markt macht uns zu schaffen.

Dementsprechend sind wir froh, dass sich die Sparte Gas als stabile Stütze weiter

solide hält. Betrachtet man unsere Umsatzerlöse dominiert dieser Bereich stark. Dies

soll auch in Zukunft so bleiben. Sind wir im Hinblick auf unsere Finanzen darauf

angewiesen. Doch ist auch hier die Situation am Markt angespannt.

Positiv anzumerken ist, dass sich weiterhin der Wasserverlust verringern soll und die

Sparte Wasser sich insgesamt sehr positiv darstellt. Die Wassergebühr wird für die

kommenden zwei Jahre erhöht. Der Gemeinderat hat dies in seiner November

Sitzung aufgrund von stetigen Kostensteigerungen, die nicht immer durch uns

beeinflussbar sind, beschlossen.

Im Bereich Nahwärme hoffen wir im nächsten Jahr auf neue Kunden. Dank des

neuen BHKW in der Stadtmitte wird seitens der Stadtwerke ein weiterer kleiner

Beitrag zur Energiewende geleistet. Neben der Photovoltaikanlanlage sowie der

kleinen Beteiligung an einem Onshore-Windkraftprojekt ist es uns wichtig an einer

nachhaltige Zukunft zu arbeiten und sich an der Energiewende zu beteiligen.

Zum Thema Solefreibad wird das Gutachten, das Anfang 2016 vorgestellt werden

soll, abzuwarten sein. Hatten wir in diesem Jahr eine überaus gute Badesaison, ist

uns allen das sehr schlechte Vorjahr gut in Erinnerung. Welche geeigneten

Maßnahmen bezüglich des Freibades in Angriff genommen werden müssen, um es

langfristig auf stabilen Beinen zu halten, ist noch unklar. Mit ca. 845 000 € Verlust

und weiteren Investitionskosten im kommenden Jahr, ist dieses Freibad im wahrsten

Sinne des Wortes ein teures Vergnügen. Doch möchte wir als SPD Fraktion uns

nochmals für das Solefreibad als ein Herzstück unserer Stadt aussprechen. Wir

müssen trotzdem die finanzielle Lage im Blick behalten und auf Veränderungen

reagieren. Aber warten wir, wie bereits gesagt, das Gutachten ab und diskutieren

dann weiter.

Was die weiteren Investitionskosten angeht, dominiert zum großen Teil die

Maßnahme Hochbehälter Heuchlinger Höhe mit rund 1,5 Mil €. Auch weitere

Maßnahmen im Bereich Wasser- sowie Gas werden nächstes Jahr anfallen und

müssen finanziell gestemmt werden.

Dank vorauszuschauenden Planungen sowie leider auch durch Kreditaufnahmen

können die Investitionen und die laufenden Kosten finanziert werden.

Ich möchte zum Abschluss noch zwei Impulse für das kommende Jahr anregen:

– Wir haben so eben von der immer schwieriger werdenden Marktsituation und dem

Konkurrenzkampf der Anbieter gerade in den Bereichen Strom und Gas gehört. Mit

unseren Angeboten müssen wir uns in diesem Kampf beweisen. Unser großer Vorteil

ist dabei, dass wir den Kunden einen zuverlässigen Service und den persönlichen

Kontakt vor Ort bieten können. Dies müssen wir noch stärker, auch werbetechnisch,

hervorheben. Dementsprechend wäre der bisherige Slogan „Wir können nicht nur

Freibad“ zu überdenken. Der Fokus muss auf den genannten Vorteilen liegen.

– Das Ergebnis des Solefreibades hängt sehr stark von der Witterung ab. Dies

können wir nicht beeinflussen. Doch können wir, wie bereits in meiner Stellungnahme

des vergangenen Jahres angesprochen, unser Freibad noch attraktiver machen.

Neue Veranstaltungsformen mit Partnern aus der örtlichen Gastronomie können

Ansatzpunkte sein. Dies sollte weiter verfolgt werden. Auch im Hinblick auf die neu

entstehende Tourismuskooperation kann dort unser Solefreibad als Highlight

präsentiert werden.

Zum Abschluss möchten wir uns ganz herzlich beim Team rund um die Werkleitung

der Stadtwerke bedanken. Für die zuverlässige Arbeit, den guten Umgang mit uns

als Gremium und den geleisteten Einsatz im Jahr 2015.

Für das kommende Jahr wünschen wir gutes Gelingen.

Die SPD Fraktion stimmt dem Wirtschaftsplan der Stadtwerke zu.

Stefanie Heil