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Klaus Ranger geht im Wahlkreis Neckarsulm für die SPD ins Rennen

Neckarsulm  Die Sozialdemokraten im Wahlkreis Neckarsulm ziehen mit Klaus Ranger in den Landtags-Wahlkampf. Der 59-Jährige sieht seine Partei als „Bollwerk gegen rechts“.Von Ralf Schick

Landtagswahl: Klaus Ranger geht im Wahlkreis Neckarsulm für die SPD ins Rennen
Die SPD setzt im Wahlkreis Neckarsulm auf Klaus Ranger aus Obereisesheim. Unterstützt wird er von der Gundelsheimerin Nadine Krenn.
Foto: Ralf Schick

Er will sich für die Themen Arbeit, Wohnen, Bildung und soziales Engagement einsetzen und sieht die SPD als „Bollwerk gegen rechts“: Mit dem 59-jährigen Bankfachwirt, Stadtrat und Sportkreisvorsitzenden Klaus Ranger als Kandidaten ziehen die Sozialdemokraten im Wahlkreis Neckarsulm in den Landtags-Wahlkampf. Ihm zur Seite steht die Gundelsheimerin Nadine Krenn.

Klaus Ranger ist in der Region verwurzelt und wurde stark durch den elterlichen Bauernhof geprägt, betont der gebürtige Obereisesheimer. Seit 42 Jahren ist er bei der Kreissparkasse Heilbronn beschäftigt, seit 30 Jahren dort im Immobiliengeschäft tätig. „Man sagt mir nach, dass ich deshalb bekannt sei wie ein bunter Hund“, betont Ranger, der seit 2007 auch Vorsitzender im Sportkreis Heilbronn ist.

Gesundheitsbranche im Fokus

Ranger wirbt für die Förderung von Aus- und Weiterbildung und für eine Qualifizierungsstrategie für die Arbeitnehmer, dazu zählen Beschäftigungssicherung und Tariftreue.

Das Augenmerk der SPD müsse aber auch „der Gesundheitsbranche, den Pflegekräften, den Erziehern und den Angestellten im öffentlichen Dienst gelten“, sagt er. „Man hat manche dieser Branchen am bisherigen Höhepunkt der Pandemie hoch gelobt und beklatscht, nun müssen sie aber auch besser entlohnt werden“, betont der Bankfachwirt und erhält dafür viel Beifall von den 35 Delegierten, die ihn mit einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen nominieren.

Ranger will sich in Stuttgart auch für gebührenfreie Kitas als „beste Familienförderung“ einsetzen und den Problemen rund um das Thema Wohnen widmen. „Die Verdoppelung der Landeswohnraumförderung und die Ausdehnung des Zweckentfremdungsverbots sind hier geeignete Instrumente, um die Schaffung und den Erhalt von Wohnraum zu fördern“, plädiert der SPD-Mann für eine Änderung der Landesbauordnung und der Förderung „echten genossenschaftlichen Bauens“. Ranger warb zudem in puncto Mobilität für einen nachhaltigen Mix aus Individualverkehr für die Menschen, die auf dem Land wohnen, und einem gutem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der im ländlichen Bereich noch sehr „viel Luft nach oben“ habe. Auch Zuverlässigkeit sei in diesem Bereich nötig und „für die Nutzer wichtiger als billig“, betonte der Neckarsulmer Kandidat.

Ranger könnte in die Fußstapfen des SPD-Urgesteins und früheren Landesinnenministers Reinhold Gall treten, der nach 20 Jahren nicht mehr antritt. Gall zeigte sich „richtig zufrieden“ über das antretende Duo Ranger und der Ersatzkandidatin Nadine Krenn aus Gundelsheim. Beide brächten beruflich eine tolle Bandbreite, Kompetenz und ehrenamtliches Engagement mit, lobte Gall.

Die 26-jährige Fachlackiererin Nadine Krenn ist bei Audi Jugend- und Ausbildendenvertreterin und hat trotz ihres jungen Alters „schon zehn Jahre Gewerkschaftsarbeit“ hinter sich. „Wir sind eine progressive Partei, deshalb ist es wichtig, dass wir entsprechende Repräsentanten dafür haben“, kommentierte SPD-Bundestagsabgeordnete Josip Juratovic.

Quelle: Stimme.de
11. Oktober 2020 20, 19:16 Uhr