"Ein Bürgermeister für alle": Peter Knoche wird 80

Veröffentlicht am 12.07.2022 in Ortsverein

Am 9. Juli 2022 lud die Stadt Bad Friedrichshall zu einem Empfang. Anlass war der 80. Geburtstag von Peter Knoche, Ehrenbürger und langjähriger Bürgermeister unserer Stadt. Auf dem Bild sehen wir Ihn in gemeinsam mit den Gratulanten aller im Gemeinderat vertretenen Parteien. 1978 wurde Peter Knoche erstmals zum Bürgermeister unserer Stadt gewählt. In den 24 Jahren seiner Amtszeit entwickelte sich die Stadt zu einem ansehnlichen Gemeinwesen mit über 18.000 Einwohnern.

Mit dem Bau des Gymnasiums, des Gewerbe- und Industrieparks, dem neuen Stadtteil Plattenwald und der Hochwasserfreilegung von Kochendorf hat der Sozialdemokrat Peter Knoche viel für unsere Heimatstadt erreicht. Ein besonderes Anliegen war ihm die Aussöhnung mit ehemaligen Häftlingen des KZ Kochendorf, mit deren Angehörigen er bis heute freundschaftliche Kontakte pflegt. Seine langjährige Tätigkeit im Kreistag Heilbronn als Fraktionsvorsitzender und als Vorsitzender der SPD Heilbronn-Land sollen nicht unerwähnt bleiben. Wir dokumentieren hier die Laudatio von Herbert Benzschawel, dem Vorsitzenden der SPD-Gemeinderatsfraktion:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Frey,
liebe Familie Knoche,
verehrte Festgäste, 
lieber Peter,

im Namen aller Gemeinderätinnen und Gemeinderäte unser Stadt darf ich Dir ganz herzlich zu Deinem 80. Geburtstag gratulieren. Wir alle wünschen Dir auch weiterhin ein gesundes, erfülltes und aktives Leben im Kreise deiner Familie. Im Alter von 80 Jahren kannst Du auf ein interessantes und spannendes Leben, aber sicherlich auch auf Zeiten, die von Höhen und Tiefen geprägt waren, zurückblicken. Das Erlebte bewerten, kannst nur Du selbst.

24 Jahre warst Du der Bürgermeister unserer schönen und liebenswerten Stadt Bad Friedrichshall. Ich - und ich glaube wir alle - haben und hatten immer das Gefühl, dass Du gerne das Oberhaupt unserer Stadt warst. Du hast ganz wesentlich dazu beigetragen, dass unsere Stadt mit 6 Stadtteilen zu einer Einheit zusammengewachsen ist und sich der überwiegende Teil unserer Bewohnerinnen und Bewohner als Bad Friedrichshaller fühlt. Bis zum heutigen Tag identifizierst Du dich mit unserer Stadt und bist aus dem Stadtleben nicht wegzudenken. Du bist einer von uns und gehörst einfach dazu.

Unser Bürgermeister Herr Frey hat in seiner Laudatio schon umfassend Deine Leistungen und Verdienste für unsere Stadt gewürdigt. Eine Wiederholung würde zu weit führen, für die Zuhörer langweilig werden und den zeitlichen Rahmen sprengen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass Du eine Persönlichkeit mit herausragenden Fähigkeiten bist. Ich stelle mir oft die Frage, wie sich unsere Stadt entwickelt hätte, wenn nicht du, sondern ein anderen an Deiner Stelle Bürgermeister geworden wäre. Ich glaube, wir alle können froh sein, dass am 28.01.1978 die Wahl auf Dich gefallen ist.

In der Festbroschüre zum 100-jährigen Bestehen des SPD-Ortsvereins Bad Friedrichshall konnte ich unter der Teilüberschrift „28. Januar 1978: Peter Knoche wird zum Bürgermeister gewählt“ lesen, dass Deine Wahl zum Bürgermeister wohl der größte Triumph des SPD-OV war, obwohl jeder wusste, dass es eigentlich Deiner war. So ist es im Leben, zu den Gewinnern gehört man gerne. Dort steht weiterhin geschrieben, dass Du einen sehr klugen Wahlkampf geführt und mit fast 60 % der Stimmen gegen Deinen Herausforderer, der eigentlich als klarer Favorit ins Rennen gegangen sei, die Wahl gewonnen hättest. Dass Dein damaliger Gegenkandidat ein CDU-Mann war, muss man hier nicht unbedingt erwähnen.

Fast genau 24 Jahre später, am 29.01.2002, wurde ich von Dir als Gemeinderat verpflichtet. Es war einer Deiner letzten Amtshandlungen, denn am 15.04.2002 wurdest Du in einer unvergessenen Feierstunde als Bürgermeister verabschiedet, zum Ehrenbürger von Bad Friedrichshall und als erster Bürgermeister in der Geschichte unserer Stadt, zum Ehrenmitglied der Feuerwehr ernannt.

Da ich Dich nur 77 Tage als aktiver Bürgermeister erleben durfte, habe ich mich bei aktiven und ehemaligen Gemeinderäten, die lange Wegbegleiter von Dir waren, nach Deinen guten und eventuell auch negativen Eigenschaften erkunden. Gleich vorab, negatives wurde mir nicht berichtet. Du wurdest als „Macher“ mit großem politischem Talent und Gespür geschildert, der ein Glücksfall für unsere Stadt war. Als Visionär hättest Du mit großer Tatkraft, akribischer Arbeit und sehr viel Überzeugungskraft – auch wenn teilweise Einzelgespräche mit Gemeinderäten erforderlich waren - Deine Ziele verfolgt. Du hast Verantwortung übernommen und zu Deinen Überzeugungen gestanden.

Lieber Peter, durch Deine große kommunalpolitische Erfolgsgeschichte, beispielhaft möchte ich nur den Bau unseres Gymnasiums, die Realisierung des Stadtteils Plattenwald, die Gründung des Gewerbe- und Industrieparks Bad Friedrichshalls, die Gründung der VHS Unterland und die Hochwasserfreimachung nennen, hast Du unsere Stadt zukunftsfähig und zum Unterzentrum gemacht. Du bist und warst Kunst interessiert und hast zusammen mit Prof. Ostertag städtebauliche Akzente gesetzt, auch wenn diese teilweise kontrovers in unserer Bevölkerung diskutiert werden. Ein besonderes Anliegen war Dir die Aussöhnung mit ehemaligen Häftlingen des KZ Kochendorf, mit deren Angehörigen Du bis heute freundschaftliche Kontakte pflegst. Das Vereinsleben in unserer Stadt war dir immer wichtig und hatte bei Dir einen hohen Stellenwert. Du hast die Fusion der Kernsportvereine zum FSV vorangetrieben und somit die Voraussetzungen für die gemeinsame Sportanlage, unseren Sportpark, geschaffen. Sicherlich kein leichtes Unterfangen. Die Städtepartnerschaften mit Saint Jean le Blanc, Hohenmölsen und Isenbüttel hast Du ins Leben gerufen und auch gelebt. In Anerkennung Deiner Verdienste wurden Dir das Bundesverdienstkreuz und die Willy-Brandt-Medaille verliehen.

Lieber Peter, dass Du ein überzeugter, aber kein verbissener Sozialdemokrat bist, weiß vermutlich jeder. In Deiner Zeit als Bürgermeister hast Du den „Sozialdemokrat“ nicht den Vordergrund gestellt, sondern einen ausgleichenden Politikstil gepflegt. Auf Landes-, Kreis- und Ortsebene warst du für die SPD jedoch äußerst aktiv und hast Dir großes Ansehen erworben. Du warst für die SPD-Fraktion viele Jahre im Kreistag von Heilbronn, wo Du als Fraktionsvorsitzender wesentlich in die Entscheidungen im Landkreis eingebunden warst. Als Vorsitzender der SPD Heilbronn-Land war Deine Meinung gefragt und geschätzt. Von einem hier anwesenden Bundestagsabgeordneten weiß ich, dass er – zumindest in der Anfangszeit – gerne Deinen Rat eingeholt hat. Näheres dazu kann Dir Josip Juratovic sicherlich selber erzählen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Du nur sehr selten bei einer Sitzung des SPD-Ortvereins gefehlt hast, auch wenn Dein Terminkalender gut gefüllt war. Mir ist auch bekannt, dass sich viele der heutigen SPD-Mitglieder in Stadt und Land, u.a. auch ich, wegen Deiner menschlichen Art und Deiner Überzeugungskraft zur Ausübung eines politischen Amtes bereit erklärt haben.

Aber nicht nur die Arbeit, sondern auch die Freizeit und das gesellige Miteinander sind Dir sehr wichtig und haben dich offensichtlich jung und agil gehalten. Du seist ein Schultes gewesen, der gerne zu den Nachsitzungen ging und die alten Lieder anstimmte. Es wird berichtet, dass eines Deiner Lieblingslieder „das arme Dorfschulmeisterlein“ gewesen sei, welches Du textsicher über alle Strophen hinweg vorgetragen hättest. Bei der einen oder anderen städtischen Veranstaltung konnte ich selber miterleben, mit welcher Freunde und Begeisterung Du, oft zusammen mit Kurt Semen, der nicht selten, für die nicht so Textsicheren Liederbücher verteilte, gesungen hast. Diese Lust ist Dir, so meine Recherchen, bis zum heutigen Tag erhalten geblieben. Gelegentlich soll es zu Treffen von Gleichgesinnten im Besen Friedauer kommen.

Die vielen Bergwanderungen und Radtouren mit Freunden und Bürgermeisterkollegen, sind bei Dir, aber auch Deinen Begleitern unvergessene Erlebnisse. Lieber Peter, Dein Wirken für unsere Stadt hat deutliche Spuren hinterlassen. Wie sagte einmal ein mir unbekannter Verfasser „In jeder Gesellschaft gibt es Macher, Mitmacher und Miesmacher. Du warst und bist ein Macher im positiven Sinne.

Herzlichen Dank für ihre Aufmerksamkeit und allen ein herzliches Glück auf.

 
 

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Herzlichst, Ihr Jörg Sommer

Ortsvereinsvorsitzender

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