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Stellungnahme der Fraktion zur Otto-Klenert-Realschule – 03.03.2015

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

sehr geehrte Zuhörerinnen und Zuhörer

Wir haben nun einiges zum Thema OKR-Schule gehört:

Eine ganz schön teure Sache! Und wir von der SPD Fraktion haben durchaus hier auch schon „gekämpft“. Solche ein riesige – unseren Haushalt auf Jahre belastende Ausgabe haben wir noch nie beschlossen..

Doch die Entscheidung die OKR-Schule zu sanieren ist gefallen und nun heißt es das Projekt bestmöglich „über die Bühne“ zu bekommen.

Da sind auf der einen Seite die Fragen der technischen Ausstattung, die nach rund 50 Jahren einfach nicht mehr auf der Höhe der Zeit sind…

Der Brandschutz, die Frage der Verrohrungen, die Elektrik (bei der wohl bislang die heute nötigen Schutzleiter ganz fehlen), die Neuerungen in der Medientechnik…Hier gibt einfach viel zu tun-

Dann muss die Schule auch barrierefrei werden.. Mehrere Aufzüge und Veränderungen im Bereich der Toiletten aber auch barrierefreie Zugänge und damit erhebliche Eingriffe und Veränderungen im Außenbereich sind dadurch notwendig. Ich bin überzeugt, dass wir auch bezüglich der Verblendungen des Fluchttreppenhauses und des Aufzuges zu einer guten Entscheidung kommen werden und gebe zu, dass ich persönlich die Idee mit der „rostigen“ Fassade – zum „herben Charme“ des Waschbetons sogar ganz reizvoll und es als eine „moderne“ und „chicke“ Lösung empfinde…- Doch wie gesagt, darüber werden wir noch gemeinsam beraten und eine gemeinsame Lösung finden.

Wenn man nun solch ein „in die Jahre gekommenes“ Gebäude saniert, fallen eben in der Folge auch noch weitere bauliche Notwendigkeiten an – denn so manche Änderung an einer Stelle, zieht dann weitere Sanierungen nach sich: Wände, Türen, Brandabschnitte, Böden…

Auch die Fassaden-Platten im Außenbereich werden nun sicher befestigt… denn wie die Stahlträger dahinter tatsächlich heute aussehen, wie tragfähig sie sind – kann man nicht so einfach überprüfen und daher werden sie an Ort und Stelle mit Edelstahlankern neu befestigt. Das Dach wird abgedichtet und last but not least sind die Anforderungen von energetischer Seite heute auch ganz anders und die Fenster müssen getauscht und Dämmungen vorgenommen werden. Kurzum: Aus der „Brandschutztechnischen Nachrüstung“ ist mehr oder weniger zwangsläufig eine Generalsanierung geworden.

Und weil solch eine Sanierung sinnvoll nicht im laufenden Schulbetrieb erfolgen kann – brauchen wir auch noch ein Interimsgebäude für ein ganzes Schuljahr…

Natürlich stellen wir uns auch die Frage, ob ein Neubau angesichts dieses Umfanges nicht günstiger wäre… doch die vorliegenden Berechnungen sagen das Gegenteil.

… und dass bei einer solchen baulichen Maßnahme dann auch die technische Ausstattung in den Klassenzimmern heutigen Maßstäben angepasst werden sollte ist klar und wurde auch von der SPD Fraktion niemals in Frage gestellt..

Ja und wenn die Bagger und Baufahrzeuge rund ums Haus aktiv sind, wenn dort Raum benötigt wird um Baumaterial abzulagern, dann ist die logische Folge, dass auch der Außenbereich zumindest wieder instandgesetzt werden muss. Doch auch darüber hinaus ergeben sich aus den veränderten Aufgaben einer Schule im Ganztagsbetrieb dazu noch neue Erfordernisse, zu denen Schüler, Eltern und Lehrer ein Konzept gemeinsam mit dem Gartenplaner erarbeitet haben, welches auf möglichst günstigem Niveau – bei Verwendung vorhandener Materialien und zu erhaltender Bepflanzung diesen Anforderungen versucht gerecht zu werden. Mehrheitlich bedauern wir in der SPD Faktion daher auch, dass ausgerechnet der Schulgarten, also der Teil der Planung, der direkt für die Kinder und auch für deren Lebens- und Lernerfahrung wichtige Impuls setzen kann, von der Mehrheit der Ratsmitglieder als überflüssig angesehen wurde.

Angesichts der Kassenlage sind zwar die Gründe nachvollziehbar, doch unser Vorschlag: Warten wir die Kostenentwicklung ab und sehen ob eine Umsetzung am Ende vielleicht doch noch ermöglicht werden kann. Umgekehrt müssen wir im Ernstfall ohnehin die Konsequenzen ziehen und alle Ausgaben nochmals auf den Prüfstand stellen.

Mit der Sanierung haben wir eine Herkulesaufgabe vor uns… Aber ich bin froh darüber, dass wir als Räte und Verwaltung bei dieser Aufgabe einen erfahrenen Projektsteuerer zur Seite haben und hoffe, dass damit „böse Überraschungen“ weitgehend ausbleiben werden.

Wir von der SPD Fraktion stimmen der vorgelegten Planung und Kostenberechnung, dem Baubeschluss inclusive der geplanten Sanierung des Parkplatzes an der Glück-Auf-Halle in der vorgelegten Form und der Vergabe des Interimsgbäudes (mehrheitlich) zu.

-S. Ortwein-

okr